Hier finden Sie regelmäßig interessante Beiträge und Informationen rund um das Versicherungsrecht und im speziellen zur Krankentagegeldversicherung.
Adipositaschirurgie: Krankenkasse muss Magenbypass ohne Vortherapie zahlen?
Eine Patientin mit extremem Übergewicht (Adipositas Grad IV) unterzog sich einer Magenbypass-Operation, deren Kosten ihre Krankenkasse zunächst beglich. Später forderte die Kasse den Betrag zurück, da sie eine fehlende konservative Vortherapie und unzureichende Dokumentation der Notwendigkeit bemängelte. Das betroffene Klinikum klagte daraufhin auf Vergütung der bariatrischen Operation. Das Sozialgericht Koblenz musste nun klären, unter welchen Bedingungen die Krankenkasse die Kosten für einen solchen Eingriff übernehmen muss.
Schwerbehindertenausweis ab GdB 50: Antrag, Voraussetzungen & Nachteilsausgleiche
Einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen, ist für viele Betroffene ein wichtiger Schritt, doch oft eine Hürde. Viele glauben, allein eine Diagnose genüge, doch entscheidend ist, wie stark Ihre gesundheitlichen Einschränkungen den Alltag wirklich beeinflussen. Wie können Sie sicherstellen, dass Ihre tatsächlichen Einschränkungen erkannt werden und Sie die Nachteilsausgleiche erhalten, die Ihnen zustehen?
Rente wegen Erwerbsminderung: Trotz Krankheit noch arbeitsfähig?
Ein ehemaliger Elektromotorenbauer kämpfte seit Mitte 2016 mit wiederkehrender Arbeitsunfähigkeit und stellte im Mai 2018 einen Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung. Obwohl eine Arbeitsagentur seine Leistungsfähigkeit auf unter drei Stunden täglich einstufte, lehnte die zuständige Rentenversicherung den Antrag ab. Sie stützte sich auf unabhängige Gutachten, die den Mann trotz seiner Leiden weiterhin als mindestens sechs Stunden täglich erwerbsfähig beurteilten.
Kostenübernahme Cannabis: Warum trotz Rezept die Krankenkasse nicht zahlen muss
Seit über zehn Jahren litt ein Schmerzpatient an quälenden Rückenleiden, die ihn seit April 2017 durchgehend arbeitsunfähig machten. Im Mai 2018 entdeckte er medizinisches Cannabis, das seine Schmerzen merklich linderte und die Hoffnung auf ein Arbeitsleben zurückbrachte. Doch die beantragte Kostenübernahme Cannabis für seine als Rettung empfundene Therapie lehnte seine Krankenkasse ab.
Medizinal-Cannabis: Wann die Krankenkasse die Kostenübernahme verweigern darf
Ein Patient litt seit Jahren unter chronischen Schmerzen, die seine Lebensqualität massiv einschränkten, und setzte auf Medizinal-Cannabis als letzte Hoffnung. Seine Krankenkasse lehnte die Kostenübernahme für die neuartige Therapie jedoch ab. Obwohl ein Gericht seine Erkrankung als schwerwiegend anerkannte, scheiterte sein Antrag dort erneut – weil eine entscheidende Begründung fehlte.
Lärmschwerhörigkeit als Berufskrankheit abgelehnt: Prüfte die Behörde überhaupt richtig?
Ein langjähriger Betriebsschlosser litt nach Jahrzehnten in einem norddeutschen Kieswerk unter fortschreitender Hörminderung und Tinnitus. Er beantragte die Anerkennung seiner Lärmschwerhörigkeit als Berufskrankheit, doch die zuständige Versicherung lehnte seinen Fall wiederholt ab. Sie traf diese Entscheidung, ohne die tatsächliche Lärmbelastung an seinem Arbeitsplatz jemals geprüft zu haben.
Profi-Handballerin siegt: Ist Knieinstabilität 20% MdE wert?
Eine Profisportlerin kämpfte jahrelang mit den Folgen eines schweren Handballunfalls von 2008, der ihr rechtes Knie nachhaltig schädigte. Trotz mehrerer Operationen blieb das Gelenk instabil, was ein medizinischer Gutachter als 20-prozentige Minderung der Erwerbsfähigkeit einstufte. Doch als sie im Herbst 2020 eine Verletztenrente beantragte, verweigerte ihr Versicherer die Zahlung, weil die Knieinstabilität angeblich „nicht vollständig kompensierbar“ und nicht „nicht kompensierbar“ sei.
Arbeitsunfall: Warum die Verletztenrente bei PTBS zum Lebensrisiko wird
Im Mai 2019 verunfallte ein Arbeitnehmer auf dem Weg zur Arbeit schwer und entwickelte daraufhin eine posttraumatische Belastungsstörung. Ab Ende 2020 erhielt er dafür eine vorläufige Verletztenrente, ein Zustand, der Sicherheit versprach. Doch bereits im April 2022 stoppte sein Versicherer die Zahlungen plötzlich, da die psychischen Unfallfolgen angeblich beendet seien – ein Schritt, der den Betroffenen vor eine existenzielle Frage stellte.
Krankengeld: Nahtlose Arbeitsunfähigkeit mit neuer Diagnose – Kassenzahlung beendet?
Ein 58-jähriger Mann verließ sich auf Krankengeld, als ihn eine Handgelenkverletzung ab Ende April 2018 außer Gefecht setzte. Seine Arbeitsunfähigkeit endete offiziell am 27. Mai, doch schon am darauffolgenden Montag, dem 28. Mai, zwang ihn eine neue Diagnose mit Bandscheibenproblemen erneut zum Arzt. Obwohl er sich durchgehend arbeitsunfähig fühlte, verweigerte seine Krankenkasse die Fortsetzung der Krankengeldzahlung ab diesem Tag.
Diabetes Typ 1: Schwerbehinderung ja, Merkzeichen B nein – Warum?
Eine junge Schülerin erhielt im Frühjahr 2020 die Diagnose Diabetes Typ 1, die ihr Leben fortan prägte und starke Einschränkungen bedeutete. Obwohl sie im Alltag umfassende Unterstützung benötigte und ihre Familie die Anerkennung als schwerbehindert forderte, verweigerte die zuständige Behörde eine höhere Einstufung. Dieser Widerspruch führte die Betroffene vor Gericht, wo sich eine entscheidende Frage auftat, die selbst das Alleinefahren von Bus und Bahn betraf.
