Hier finden Sie regelmäßig interessante Beiträge und Informationen rund um das Versicherungsrecht und im speziellen zur Krankentagegeldversicherung.
SGB II Mehrbedarf: Warum eine vage Klage gegen das Jobcenter chancenlos ist
Ein arbeitsuchender Mann fühlte sich vom Jobcenter jahrelang im Stich gelassen, auch nachdem seine Leistungen endeten. Trotzdem klagte er im Februar 2020 vor dem Sozialgericht Osnabrück – und forderte vom **Jobcenter** detaillierte Auskünfte sowie nicht gezahlte Mehrbedarfe für eine Behinderung. Das Brisante: Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits seit fast zwei Jahren keine Grundsicherung mehr bezogen. Er forderte Wiedergutmachung für ein angeblich unredliches Verhalten seit 2005, doch die Behörde sah keine Grundlage für seine Forderungen.
Hautstraffung nach Magen-OP: Warum die Krankenkasse jetzt zahlen muss
Eine junge Frau, die nach einem beeindruckenden Gewichtsverlust von fast 70 Kilogramm mit massiven, gesundheitlich belastenden Hautüberschüssen zu kämpfen hatte, forderte von ihrer Krankenkasse die Übernahme der Kosten für dringend notwendige Straffungsoperationen. Doch ihre Kasse lehnte den Antrag ab, gestützt auf das Gutachten des Medizinischen Dienstes, der weder eine Entstellung noch eine medizinische Notwendigkeit sah. Die Begründung: Die Hautprobleme seien angeblich nicht „therapierefraktär“, also nicht therapieresistent. Die junge Frau gab nicht auf, widersprach und klagte vor dem Sozialgericht Regensburg, wo ein unabhängiges Gutachten die schwerwiegenden medizinischen Folgen bestätigte. Nun lag die letzte Hoffnung bei den Richtern, die über die Zukunft und die Gesundheit der Klägerin entscheiden mussten.
Mutter-Kind-Kur abgelehnt: Fehlender Nachweis ließ Eilantrag vor Gericht scheitern
Die Krankenkasse verweigerte einer Mutter die dringend benötigte Mutter-Kind-Kur. Die Frau kämpfte seit Jahren mit Mehrfachbelastungen und Sorgen um ihr pflegebedürftiges Kind. Sie bat das Sozialgericht um eine eilige einstweilige Anordnung für rasche Hilfe. Das Gericht befand die Notwendigkeit dieser speziellen Kur nicht für glaubhaft belegt.
Erwerbsminderungsrente: Das Gutachten, das den Rentenanspruch scheitern ließ
Die Rentenversicherung lehnte den Antrag eines langjährigen Mitarbeiters auf Erwerbsminderungsrente ab. Er litt an zahlreichen Krankheiten, die ihn nach eigener Einschätzung völlig arbeitsunfähig machten. Doch die Rentenversicherung sah seine umfassenden Leiden nicht als Grund für eine volle Arbeitsunfähigkeit.
Verletztengeld über 78 Wochen: Sozialgericht kippt Zahlungsstopp trotz vermeintlicher Reha-Weigerung
Die Unfallversicherung stoppte das Verletztengeld für eine schwer verletzte Zustellerin. Der schwere Arbeitsunfall hielt sie monatelang in Behandlung und arbeitsunfähig. Die Versicherung sah in ihrer Bitte um Aufschub jedoch eine Weigerung zur Wiedereingliederung.
Jobcenter-Forderung: Warum weder Restschuldbefreiung noch Verjährung schützte
Ein Mann sollte plötzlich eine alte Jobcenter-Forderung begleichen. Er hatte eine Privatinsolvenz abgeschlossen und hielt die Forderung für längst verjährt. Die Behörde argumentierte jedoch, ein einziger Bescheid halte die Schuld 30 Jahre lang am Leben.
Homeoffice Arbeitsunfall: Sturz zur Toilette – wann der Weg zum versicherten Arbeitsweg wird
Nach stundenlangen Telefonkonferenzen beendete Frau W. ihren Arbeitstag im Homeoffice mit einem kurzen Gang zur Toilette. Doch ein eingeschlafenes Bein führte zu einem Sturz, der ihren Unterschenkel brach und eine jahrelange juristische Odyssee auslöste. Was für Laien eindeutig nach einem Arbeitsunfall klingen mag, entpuppte sich vor Gericht als erbitterter Streit darüber, wo die Grenze zwischen Job und Privatleben wirklich verläuft.
Wegeunfall beim Scheibenputzen: Bäckers Sturz auf dem Weg zur Arbeit als Arbeitsunfall anerkannt?
Stellen Sie sich vor, der Wecker reißt Sie mitten in der Nacht aus dem Schlaf, die Arbeit ruft. Sie putzen noch schnell die Scheibe Ihres Autos, um sicher loszufahren – und stürzen genau dabei schwer über einen Bordstein. Doch für Ihre Unfallversicherung begann der versicherte Arbeitsweg erst danach.
GdB erhöhen: Chronisches LWS-Syndrom und neuropathische Schmerzen – wann steigt der Grad der Behinderung auf 50?
Stellen Sie sich vor, chronische Schmerzen lähmen Ihren Körper und eine Depression frisst an Ihrer Seele. Für beides bescheinigen Ihnen Gutachter eine erhebliche Einschränkung – jeweils mit dem Wert dreißig. Doch als ein Mann aus Siegen seine Leiden zusammenführen will, erlebt er eine verblüffende juristische Rechnung: Zwei mal dreißig ergibt eben nicht fünfzig.
Arbeitsunfall Hühnerversorgung: War der Sturz auf der Kellertreppe rechtens?
Weihnachten 2023: Ein pensionierter Landwirt will nach dem Festmahl nur schnell seine Hühner versorgen. Er stolpert auf der Kellertreppe im eigenen Haus – ein Sturz mit katastrophalen Folgen, der ihn querschnittsgelähmt zurücklässt. Doch für seine Berufsgenossenschaft war das kein Arbeitsunfall, weil Arbeit angeblich nicht auf der eigenen Treppe stattfinden kann.
