Hier finden Sie regelmäßig interessante Beiträge und Informationen rund um das Versicherungsrecht und im speziellen zur Krankentagegeldversicherung.
MdE-Berechnung nach Arbeitsunfall: Tabellen vor medizinischen Scores
Nach einer schweren Ellenbogen-Verletzung stritt ein Kläger um die MdE-Berechnung nach Arbeitsunfall und forderte eine dauerhafte Rente von 20 Prozent. Obwohl ein moderner medizinischer Score die Schwere der Einschränkung bestätigte, weigerten sich die Richter, diesen als alleinige rechtliche Grundlage anzuerkennen.
Restleistungsvermögen von sechs Stunden täglich: EM-Rente bei Schmerzen abgelehnt
Obwohl ein ehemaliger Kraftfahrer angab, wegen chronischer Schmerzen arbeitsunfähig zu sein, sah das Gutachten ein Restleistungsvermögen von sechs Stunden täglich. Ein 6-Minuten-Gehtest sollte die Wegeunfähigkeit beweisen, führte aber zu einer unerwarteten Konsequenz vor dem Sozialgericht.
Verweisungstätigkeit bei Meisterqualifikation: Rente wegen Berufsunfähigkeit abgelehnt
Ein Anlagenmechaniker mit Meistertitel beantragte Rente wegen Berufsunfähigkeit, da er aufgrund von Bandscheibenschäden nicht mehr arbeiten konnte. Die Rentenversicherung lehnte ab: Für seine Verweisungstätigkeit zählte nur die zuletzt ausgeübte Beschäftigung, nicht die höhere Meisterqualifikation.
Bandscheibenbedingte Berufskrankheit der Lendenwirbelsäule: HWS-Befunde sprechen dagegen
Eine Erzieherin kämpfte für die Anerkennung ihrer bandscheibenbedingten Berufskrankheit der Lendenwirbelsäule, verursacht durch jahrelange Hebe- und Tragebelastungen. Die entscheidende Frage nach dem ursächlichen Zusammenhang wurde jedoch anhand eines früheren Befunds an der Halswirbelsäule beantwortet.
Supraspinatussehnen-Teilriss nach einem Arbeitsunfall: Warum die Anerkennung scheiterte
Ein Handwerker erlitt einen Supraspinatussehnen-Teilriss nach einem Arbeitsunfall und forderte von der gesetzlichen Versicherung Leistung. Trotz klarer Schilderung des Geschehens musste der Betroffene beweisen, dass der Unfall die wesentliche Ursache für den bereits vorgeschädigten Riss war.
GdB 50: Feststellung rückwirkend – Beweislast beim Zugang von Bescheiden im Sozialrecht
Ein Bürger kämpfte jahrelang um die GdB 50: Feststellung rückwirkend seit 2012, da er nie einen Ablehnungsbescheid erhalten hatte. Das Gericht stellte den fehlenden Zugang des Bescheids fest, doch die ersehnte rückwirkende Anerkennung begann erst sechs Jahre später.
Funktionelle Gleichstellung nach Daumenverlust: 20% MdE statt 15%
Ein Kläger forderte eine höhere Rente, weil die Unfallversicherung die funktionelle Gleichstellung nach Daumenverlust ignorierte und nur 15 Prozent MdE anerkannte. Obwohl anatomisch nur ein Teil fehlte, musste das Gericht klären, ob die massive Gebrauchsbeeinträchtigung den Anspruch auf 20 v. H. MdE begründet.
Leistungsvermögen: Sechs Stunden täglich – Erwerbsminderungsrente bei Herzerkrankungen?
Eine ehemalige Hausdame forderte die Rente wegen Erwerbsminderung, da ihre Herzrhythmusstörung das Leistungsvermögen: Sechs Stunden täglich arbeiten unmöglich mache. Ein Gutachten bescheinigte ihr nur drei Stunden Leistungsfähigkeit, doch das Gericht stützte seine Entscheidung auf eine überraschende Messung.
Persönliche Arbeitslosmeldung durch Arbeitslosengeldantrag: Anspruchsbeginn
Weil seine erste Arbeitslosmeldung nach zweifacher Vertragsverlängerung verfiel, drohte ein Matrose seinen Anspruch zu verlieren. Die Richter mussten klären: Zählt die einfache, persönliche Abgabe des Arbeitslosengeldantrags als wirksame konkludente Meldung?
Anerkennung der PTBS als Arbeitsunfall: abgelehnt wegen psychischer Vorbelastung
Eine Heilpädagogin forderte die Anerkennung der PTBS als Arbeitsunfall, nachdem sie in einer Wohngruppe einen gewalttätigen Angriff abwenden musste. Ihr Versuch, die Situation professionell zu deeskalieren, wurde jedoch überraschend als Argument gegen die notwendige Trauma-Anerkennung gewertet.
