Hier finden Sie regelmäßig interessante Beiträge und Informationen rund um das Versicherungsrecht und im speziellen zur Krankentagegeldversicherung.
Krankengeld-Lücke in der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung: Folgen für Anspruch
Wegen einer viertägigen Krankengeld-Lücke in der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung stellte die Krankenkasse die Zahlungen unverzüglich ein. Der Patient argumentierte, die Lücke sei ein Fehler der Arztpraxis gewesen, doch das Gericht stellte überraschend hohe Anforderungen an seine eigenen Bemühungen.
Post-Covid-Syndrom: Grad der Behinderung 50 – anerkannt trotz fehlender Befunde
Ein Betroffener forderte wegen seines Post-Covid-Syndroms die Anerkennung eines Grades der Behinderung (GdB) von 50. Das Gericht bejahte die Schwerbehinderung trotz fehlender klassischer organischer Befunde durch eine überraschende Analogie.
Isolierte Feststellung eines Einzel-GdB: Nicht anfechtbar, Merkzeichen G bei Taubheit?
Eine Klägerin verlangte die isolierte Feststellung eines Einzel-GdB für ihre Taubheit, da sie Anspruch auf Gehörlosengeld ableitete. Die Richter mussten klären, ob Taubheit ohne weitere Einschränkungen überhaupt das begehrte Merkzeichen G begründen kann.
Minderung der Erwerbsfähigkeit bei Schulterschaden: Rente erst ab 20% MdE
Ein Betroffener forderte nach einem Arbeitsunfall eine höhere Minderung der Erwerbsfähigkeit bei Schulterschaden, um die nötige 20-Prozent-Schwelle für die Verletztenrente zu erreichen. Obwohl er seine Schulter aktiv kaum bewegen konnte, stützte das Landessozialgericht seine gesamte Berechnung auf einen gänzlich anderen Beweglichkeitswert.
GdB-Herabsetzung nach Heilungsbewährung: GdB 50 bestätigt
Trotz erfolgreicher GdB-Herabsetzung nach Heilungsbewährung nach vollständiger Lungenentfernung sollte die Feststellung des Grades der Behinderung gesenkt werden, weil der Krebs als besiegt galt. Das Gericht musste jedoch prüfen, ob die rein organische Folge der Operation, eine Verschiebung innerer Organe, den hohen Grad der Behinderung weiterhin rechtfertigt.
Long-Covid-Syndrom beim Grad der Behinderung: Gesamt-GdB 40 statt 50
Ein Maschinenbediener forderte wegen der schweren Folgen des Long-Covid-Syndroms beim Grad der Behinderung eine Erhöhung auf 50. Trotz anerkannter kritischer Nervenschäden wurde das Long-Covid-Syndrom vom Gericht nicht als gesonderter Teil-GdB anerkannt.
Sozialamt fordert Schenkung zurück? Was Sie jetzt wissen müssen
Das Sozialamt fordert eine Schenkung zurück, weil Ihre Eltern Pflege brauchen? Wir erklären die entscheidende 10-Jahres-Frist und zeigen, wie Sie Ihr Vermögen jetzt erfolgreich schützen.
Merkzeichen G und B Voraussetzungen: Warum Unsicherheit beim Gehen nicht reicht
Trotz eines GdB von 60 und schwerer Krebserkrankung wurden der Klägerin die Merkzeichen G und B Voraussetzungen verwehrt. Das Landessozialgericht musste klären, ob episodische, subjektiv stark empfundene Ängste für eine erhebliche Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit ausreichen.
Verletztenrente nach Arbeitsunfall: MdE 10 Prozent beim Ellenbogen-Schaden
Nach einem Arbeitsunfall forderte der Kläger 20 Prozent Verletztenrente wegen Minderung der Erwerbsfähigkeit, gestützt auf einen modernen Broberg-Morrey-Score für seinen Ellenbogenschaden. Das Gericht musste entscheiden, ob eine Rente nach subjektiven Befunden oder nach streng objektiven Referenztabellen zu bemessen ist.
Rente wegen voller Erwerbsminderung: Restleistungsvermögen unter drei Stunden täglich
Trotz chronischer Schmerzstörung und Pflegegrad II wurde einem Instandhaltungsmechaniker die Rente wegen voller Erwerbsminderung mehrfach verwehrt. Erst als das Sozialgericht die selektive Gutachten-Bewertung der Behörde rügte, änderte sich die rechtliche Lage des Klägers.
