Hier finden Sie regelmäßig interessante Beiträge und Informationen rund um das Versicherungsrecht und im speziellen zur Krankentagegeldversicherung.
Krankenversicherung beitragsfrei: Wer hat Anspruch?
Die Krankenversicherung ist in Deutschland Pflicht. Jeder Bürger muss krankenversichert sein, entweder in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) oder in der privaten Krankenversicherung (PKV). Für die meisten Menschen bedeutet das, dass sie regelmäßig Beiträge zahlen müssen. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, sich beitragsfrei krankenversichern zu lassen. Im Jahr 2023 waren in Deutschland rund 16 Millionen Menschen beitragsfrei in der GKV versichert.
Morbus Crohn – GdB 50 bei fehlender Beeinträchtigung des Kräfte- und Ernährungszustands
Trotz stabilem Ernährungszustand und wenigen Arbeitsausfällen hat das Landessozialgericht Baden-Württemberg einem Mann mit Morbus Crohn einen Grad der Behinderung von 50 zugesprochen. Ausschlaggebend waren die wiederkehrenden Darmverengungen mit Operationen und die erheblichen Einschränkungen im Alltag des Mannes, der seine Ernährung streng an die Erkrankung anpassen muss und unter häufigen Durchfällen leidet. Das Urteil stärkt die Rechte von Menschen mit Morbus Crohn und zeigt, dass bei der Behinderteneinstufung das individuelle Krankheitsbild im Vordergrund stehen muss.
Arbeitslosengeldanspruch – Bemessungsentgelt – Nichtberücksichtigung Jubiläumsgeld
Ein Arbeitnehmer klagt gegen die Arbeitsagentur, weil diese sein Jubiläumsgeld bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes nicht berücksichtigt hat. Das Landessozialgericht Baden-Württemberg gibt der Arbeitsagentur Recht und sorgt damit für Diskussionen um die Berücksichtigung von Sonderzahlungen bei der Berechnung von Arbeitslosengeld. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die komplexe Rechtslage bei der Berechnung von Arbeitslosengeld nach Altersteilzeit und zeigt, wie Betriebsvereinbarungen und gesetzliche Regelungen zusammenwirken.
Motorradtanken: Privatwirtschaftlich oder Unfallversicherungsschutz?
Eine Auszubildende stürzt mit ihrem Motorrad auf dem Weg zur Tankstelle und verletzt sich – doch die Unfallversicherung weigert sich zu zahlen. Der Grund: Sie war nicht auf dem direkten Weg zur Arbeit, sondern musste erst tanken, weil ihr Bruder das Motorrad heimlich leer gefahren hatte. Das Gericht entschied, dass es sich dabei um eine private Angelegenheit handelt, die nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung fällt.
Pflegegrad abgelehnt: Wie Sie Widerspruch einlegen können
ÜbersichtWenn der Pflegegrad abgelehnt wird: So machen Sie Ihre Rechte geltendKurze Checkliste bei Ablehnung des PflegegradesAblehnungsbescheid verstehen und erste SchritteDen Bescheid systematisch prüfenDas Gutachten des Medizinischen Dienstes analysierenDie ersten konkreten Schritte einleitenRechtliche Grundlagen des WiderspruchsverfahrensDie Überprüfung der PflegebedürftigkeitDie Begutachtungs-Richtlinien in der PraxisDer Ablauf der erneuten BegutachtungIhre Rechte während der PrüfungDie EntscheidungsfindungDen Widerspruch formal korrekt einlegenDie […]
Kindergeld – Voraussetzungen des § 2 Abs. Satz 1 Nr. 2 BKGG
Ein syrischer Flüchtling scheiterte vor dem Sozialgericht Kiel mit seiner Klage auf Kindergeld. Der junge Mann hatte angegeben, seit seiner Flucht nach Deutschland keinen Kontakt mehr zu seinen Eltern zu haben – doch das Gericht zweifelte an der Richtigkeit seiner Aussage. Entscheidend für den Fall waren widersprüchliche Angaben zu seinen Familienkontakten und die Frage, ob ein Gasthörerstatus an der Universität als Ausbildung gilt.
Elternunterhalt: Wann müssen Kinder für ihre Eltern zahlen?
Ihre Eltern werden pflegebedürftig und die Rente reicht nicht aus, um die Kosten zu decken? Das Sozialamt springt zwar ein, kann aber unter Umständen von den Kindern Elternunterhalt verlangen. Doch keine Sorge: Es gibt klare Regeln und Schutzbestimmungen. Erfahren Sie hier, wann Sie zahlen müssen, wie die Unterhaltshöhe berechnet wird und wie Sie Ihr Vermögen schützen.
Reha-Maßnahmen abgelehnt: Wann lohnt sich ein Widerspruch?
Sie haben einen Ablehnungsbescheid für Ihre Reha erhalten? Das bedeutet nicht, dass Sie auf die notwendige Behandlung verzichten müssen. Ein fachkundig formulierter Widerspruch hat oft Erfolg. In diesem Artikel informieren wir Sie über die rechtlichen Grundlagen, die häufigsten Ablehnungsgründe und die wichtigsten Schritte im Widerspruchsverfahren. So können Sie Ihre Chancen auf eine erfolgreiche Reha erheblich steigern.
Versagung beantragter Krankenhausbehandlung bei nicht nachgewiesener Notwendigkeit
Ein Mann scheiterte vor Gericht mit dem Versuch, seine Krankenkasse zur Finanzierung einer Nasenkorrektur zu zwingen. Obwohl er auf eine massive Beeinträchtigung seiner Atmung plädierte, sahen Gutachter und Gericht keine medizinische Notwendigkeit für den Eingriff und vermuteten eher ästhetische Motive hinter dem Wunsch nach einer Operation. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Frage, wann die Kosten für Schönheitsoperationen von der Solidargemeinschaft getragen werden müssen.
Ruhen Krankengeldanspruch bei nicht fristgerechter Meldung der Arbeitsunfähigkeit – Beweislast
Physiotherapeutin verliert Prozess gegen Krankenkasse! Trotz psychischer Erkrankung muss sie auf Krankengeld verzichten, weil sie ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen zu spät einreichte. Das Landessozialgericht Hamburg entschied, dass die gesetzliche Meldefrist von einer Woche strikt einzuhalten ist, um den Krankenkassen eine frühzeitige Kontrolle zu ermöglichen.
