Hier finden Sie regelmäßig interessante Beiträge und Informationen rund um das Versicherungsrecht und im speziellen zur Krankentagegeldversicherung.
Homeoffice Arbeitsunfall: Sturz zur Toilette – wann der Weg zum versicherten Arbeitsweg wird
Nach stundenlangen Telefonkonferenzen beendete Frau W. ihren Arbeitstag im Homeoffice mit einem kurzen Gang zur Toilette. Doch ein eingeschlafenes Bein führte zu einem Sturz, der ihren Unterschenkel brach und eine jahrelange juristische Odyssee auslöste. Was für Laien eindeutig nach einem Arbeitsunfall klingen mag, entpuppte sich vor Gericht als erbitterter Streit darüber, wo die Grenze zwischen Job und Privatleben wirklich verläuft.
Wegeunfall beim Scheibenputzen: Bäckers Sturz auf dem Weg zur Arbeit als Arbeitsunfall anerkannt?
Stellen Sie sich vor, der Wecker reißt Sie mitten in der Nacht aus dem Schlaf, die Arbeit ruft. Sie putzen noch schnell die Scheibe Ihres Autos, um sicher loszufahren – und stürzen genau dabei schwer über einen Bordstein. Doch für Ihre Unfallversicherung begann der versicherte Arbeitsweg erst danach.
GdB erhöhen: Chronisches LWS-Syndrom und neuropathische Schmerzen – wann steigt der Grad der Behinderung auf 50?
Stellen Sie sich vor, chronische Schmerzen lähmen Ihren Körper und eine Depression frisst an Ihrer Seele. Für beides bescheinigen Ihnen Gutachter eine erhebliche Einschränkung – jeweils mit dem Wert dreißig. Doch als ein Mann aus Siegen seine Leiden zusammenführen will, erlebt er eine verblüffende juristische Rechnung: Zwei mal dreißig ergibt eben nicht fünfzig.
Arbeitsunfall Hühnerversorgung: War der Sturz auf der Kellertreppe rechtens?
Weihnachten 2023: Ein pensionierter Landwirt will nach dem Festmahl nur schnell seine Hühner versorgen. Er stolpert auf der Kellertreppe im eigenen Haus – ein Sturz mit katastrophalen Folgen, der ihn querschnittsgelähmt zurücklässt. Doch für seine Berufsgenossenschaft war das kein Arbeitsunfall, weil Arbeit angeblich nicht auf der eigenen Treppe stattfinden kann.
Erwerbsminderungsrente bei Depressionen: Klage abgewiesen – Warum das Gericht die Arbeitsfähigkeit trotz Gutachten bestätigt
Der Streit um eine Erwerbsminderungsrente brachte eine Klägerin und die Rentenversicherung vor Gericht. Die Frau fühlte sich aufgrund schwerer gesundheitlicher Probleme wie chronischen Schmerzen und Epilepsie zu krank zum Arbeiten. Die Rentenversicherung verweigerte jedoch die Leistung, gestützt auf Gutachten, die sie noch für ausreichend leistungsfähig hielten. Ab wann gilt man vor dem Gesetz als so eingeschränkt, dass eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit zusteht?
Bewilligung von Rente wegen voller bzw. teilweiser Erwerbsminderung – Voraussetzungen
Der Kampf um eine Erwerbsminderungsrente führte eine schwer erkrankte Frau jetzt bis vor das Landessozialgericht Hamburg. Sie war überzeugt, wegen vielfältiger körperlicher und seelischer Leiden nicht mehr arbeiten zu können, doch die Rentenversicherung widersprach. Experten stritten über die wahre Ursache ihrer Beschwerden und wie viel Arbeitsfähigkeit trotz aller Gebrechen noch verbleibt. Wann gilt jemand wirklich als erwerbsunfähig, wenn sich Arztmeinungen und gefühlte Einschränkungen widersprechen?
Unfallfolgen sowie Entschädigungsleistungen aus gesetzlicher Unfallversicherung
Ein Arbeitsunfall, der auf einen Vorschaden trifft: Ein Hilfsarbeiter verletzte sich bei der Arbeit an der Schulter, doch die Unfallversicherung weigerte sich, den Sehnenriss als Unfallfolge anzuerkennen. Sie argumentierte, die Schulter sei bereits durch langjährigen Verschleiß stark vorgeschädigt gewesen. Wann zahlt die Versicherung, wenn ein Unfall auf ein bereits angeschlagenes Gelenk trifft?
Arbeitslosengeldbemessung – wöchentlich tatsächlich noch möglichen Leistungsvermögen
Die Berechnung des Arbeitslosengeldes bei freiwillig eingeschränkter Jobsuche führte zu einem erbitterten Rechtsstreit. Ein ehemaliger Selbstständiger forderte höhere Leistungen von der Arbeitsagentur, obwohl er sich selbst nur für eine Teilzeitstelle zur Vermittlung zur Verfügung gestellt hatte. Musste das Arbeitslosengeld nun auf Basis seiner vollen potenziellen Arbeitsfähigkeit oder seiner deklarierten Teilzeitverfügbarkeit berechnet werden?
Arbeitslosengeld bei verminderter Leistungsfähigkeit
Die Arbeitslosengeld-Berechnung für Teilzeit-Jobsuchende war Kern eines packenden Rechtsstreits vor dem Landessozialgericht Hamburg. Ein Mann, der jahrelang freiwillig in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hatte, fühlte sich benachteiligt, als die Agentur für Arbeit seine Leistung auf Basis von nur 20 Wochenstunden festlegte. Er war der Meinung, ihm stünde mehr zu, als die Agentur aufgrund seiner gesundheitlichen Einschränkungen und der vereinbarten Stundenzahl zugestehen wollte. Zählt bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes die theoretisch mögliche Arbeitszeit oder die tatsächlich erklärte Verfügbarkeit auf dem Arbeitsmarkt?
Gesetzliche Unfallversicherung – Risiko Harnblasenkrebs
Eine schwere Krebserkrankung, die erst Jahrzehnte nach dem Ende der Karriere auftritt: Ist sie eine **Berufskrankheit**? Diese entscheidende Frage beschäftigte einen ehemaligen Handwerker, der seinen Blasenkrebs als Spätfolge gefährlicher Arbeitsstoffe anerkennen lassen wollte. Doch der juristische Kampf zeigte, wie schwierig der Beweis eines solch lange zurückliegenden Ursache-Wirkung-Zusammenhangs ist.
