Hier finden Sie regelmäßig interessante Beiträge und Informationen rund um das Versicherungsrecht und im speziellen zur Krankentagegeldversicherung.
Lärmschwerhörigkeit als Berufskrankheit abgelehnt: Prüfte die Behörde überhaupt richtig?
Ein langjähriger Betriebsschlosser litt nach Jahrzehnten in einem norddeutschen Kieswerk unter fortschreitender Hörminderung und Tinnitus. Er beantragte die Anerkennung seiner Lärmschwerhörigkeit als Berufskrankheit, doch die zuständige Versicherung lehnte seinen Fall wiederholt ab. Sie traf diese Entscheidung, ohne die tatsächliche Lärmbelastung an seinem Arbeitsplatz jemals geprüft zu haben.
Profi-Handballerin siegt: Ist Knieinstabilität 20% MdE wert?
Eine Profisportlerin kämpfte jahrelang mit den Folgen eines schweren Handballunfalls von 2008, der ihr rechtes Knie nachhaltig schädigte. Trotz mehrerer Operationen blieb das Gelenk instabil, was ein medizinischer Gutachter als 20-prozentige Minderung der Erwerbsfähigkeit einstufte. Doch als sie im Herbst 2020 eine Verletztenrente beantragte, verweigerte ihr Versicherer die Zahlung, weil die Knieinstabilität angeblich „nicht vollständig kompensierbar“ und nicht „nicht kompensierbar“ sei.
Arbeitsunfall: Warum die Verletztenrente bei PTBS zum Lebensrisiko wird
Im Mai 2019 verunfallte ein Arbeitnehmer auf dem Weg zur Arbeit schwer und entwickelte daraufhin eine posttraumatische Belastungsstörung. Ab Ende 2020 erhielt er dafür eine vorläufige Verletztenrente, ein Zustand, der Sicherheit versprach. Doch bereits im April 2022 stoppte sein Versicherer die Zahlungen plötzlich, da die psychischen Unfallfolgen angeblich beendet seien – ein Schritt, der den Betroffenen vor eine existenzielle Frage stellte.
Krankengeld: Nahtlose Arbeitsunfähigkeit mit neuer Diagnose – Kassenzahlung beendet?
Ein 58-jähriger Mann verließ sich auf Krankengeld, als ihn eine Handgelenkverletzung ab Ende April 2018 außer Gefecht setzte. Seine Arbeitsunfähigkeit endete offiziell am 27. Mai, doch schon am darauffolgenden Montag, dem 28. Mai, zwang ihn eine neue Diagnose mit Bandscheibenproblemen erneut zum Arzt. Obwohl er sich durchgehend arbeitsunfähig fühlte, verweigerte seine Krankenkasse die Fortsetzung der Krankengeldzahlung ab diesem Tag.
Diabetes Typ 1: Schwerbehinderung ja, Merkzeichen B nein – Warum?
Eine junge Schülerin erhielt im Frühjahr 2020 die Diagnose Diabetes Typ 1, die ihr Leben fortan prägte und starke Einschränkungen bedeutete. Obwohl sie im Alltag umfassende Unterstützung benötigte und ihre Familie die Anerkennung als schwerbehindert forderte, verweigerte die zuständige Behörde eine höhere Einstufung. Dieser Widerspruch führte die Betroffene vor Gericht, wo sich eine entscheidende Frage auftat, die selbst das Alleinefahren von Bus und Bahn betraf.
SGB II Mehrbedarf: Warum eine vage Klage gegen das Jobcenter chancenlos ist
Ein arbeitsuchender Mann fühlte sich vom Jobcenter jahrelang im Stich gelassen, auch nachdem seine Leistungen endeten. Trotzdem klagte er im Februar 2020 vor dem Sozialgericht Osnabrück – und forderte vom **Jobcenter** detaillierte Auskünfte sowie nicht gezahlte Mehrbedarfe für eine Behinderung. Das Brisante: Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits seit fast zwei Jahren keine Grundsicherung mehr bezogen. Er forderte Wiedergutmachung für ein angeblich unredliches Verhalten seit 2005, doch die Behörde sah keine Grundlage für seine Forderungen.
Hautstraffung nach Magen-OP: Warum die Krankenkasse jetzt zahlen muss
Eine junge Frau, die nach einem beeindruckenden Gewichtsverlust von fast 70 Kilogramm mit massiven, gesundheitlich belastenden Hautüberschüssen zu kämpfen hatte, forderte von ihrer Krankenkasse die Übernahme der Kosten für dringend notwendige Straffungsoperationen. Doch ihre Kasse lehnte den Antrag ab, gestützt auf das Gutachten des Medizinischen Dienstes, der weder eine Entstellung noch eine medizinische Notwendigkeit sah. Die Begründung: Die Hautprobleme seien angeblich nicht „therapierefraktär“, also nicht therapieresistent. Die junge Frau gab nicht auf, widersprach und klagte vor dem Sozialgericht Regensburg, wo ein unabhängiges Gutachten die schwerwiegenden medizinischen Folgen bestätigte. Nun lag die letzte Hoffnung bei den Richtern, die über die Zukunft und die Gesundheit der Klägerin entscheiden mussten.
Mutter-Kind-Kur abgelehnt: Fehlender Nachweis ließ Eilantrag vor Gericht scheitern
Die Krankenkasse verweigerte einer Mutter die dringend benötigte Mutter-Kind-Kur. Die Frau kämpfte seit Jahren mit Mehrfachbelastungen und Sorgen um ihr pflegebedürftiges Kind. Sie bat das Sozialgericht um eine eilige einstweilige Anordnung für rasche Hilfe. Das Gericht befand die Notwendigkeit dieser speziellen Kur nicht für glaubhaft belegt.
Erwerbsminderungsrente: Das Gutachten, das den Rentenanspruch scheitern ließ
Die Rentenversicherung lehnte den Antrag eines langjährigen Mitarbeiters auf Erwerbsminderungsrente ab. Er litt an zahlreichen Krankheiten, die ihn nach eigener Einschätzung völlig arbeitsunfähig machten. Doch die Rentenversicherung sah seine umfassenden Leiden nicht als Grund für eine volle Arbeitsunfähigkeit.
Verletztengeld über 78 Wochen: Sozialgericht kippt Zahlungsstopp trotz vermeintlicher Reha-Weigerung
Die Unfallversicherung stoppte das Verletztengeld für eine schwer verletzte Zustellerin. Der schwere Arbeitsunfall hielt sie monatelang in Behandlung und arbeitsunfähig. Die Versicherung sah in ihrer Bitte um Aufschub jedoch eine Weigerung zur Wiedereingliederung.
