Hier finden Sie regelmäßig interessante Beiträge und Informationen rund um das Versicherungsrecht und im speziellen zur Krankentagegeldversicherung.
Anerkennung einer Wie-Berufskrankheit: Steißbeinschmerzen durch langes Sitzen
Acht Stunden am Bankschalter, Tag für Tag, Jahr für Jahr: Schließlich macht das chronisch schmerzende Steißbein jede Minute auf dem Bürostuhl zur Qual. Ob das jahrzehntelange Sitzen rechtlich als Berufskrankheit gilt, hängt nun davon ab, ob die Wissenschaft eine klare Gefahr sieht oder doch eine frühere Operation das Leiden verursachte.
Rotatorenmanschetten-Ruptur als Arbeitsunfall: Sturz oder Verschleiß?
Ein Fehltritt an der Bautür, die Schultersehne reißt sofort: Für den Heizungsmonteur beginnt damit ein Rechtsstreit um die Anerkennung als Arbeitsunfall. Das Landessozialgericht muss klären, ob der Sturz die wirkliche Ursache war oder lediglich ein schleichender Verschleiß durch den Unfall zufällig ans Licht kam.
Wann zahlt die Berufsgenossenschaft bei einem Unfall?
Nach einem Arbeitsunfall stehen Sie vor einem Berg aus Fragen und finanzieller Unsicherheit. Oft entscheidet ein juristisches Detail über Verletztengeld oder eine lebenslange Rente. Wir erklären Ihnen, wie Sie Ihre Ansprüche bei der Berufsgenossenschaft sichern und was Sie bei einer Ablehnung tun können.
Arbeitsunfall bei einem Krankenhausaufenthalt: Wann ein Sturz versichert ist
Ein kräftiger Ruck an der Schranktür, der Patient stürzt schwer während seiner stationären Entzugstherapie und fordert die Anerkennung als gesetzlichen Arbeitsunfall. Das Sozialgericht Dessau-Roßlau klärt nun, ob das morgendliche Anziehen bereits zur versicherten Heilbehandlung zählt oder als rein privates Risiko die Kasse von der Haftung befreit.
Weitergewährung der Erwerbsminderungsrente: Wann Mobilität zur Ablehnung führt
Jeden Meter im Elektrorollstuhl, Pflegegrad 2 im Rücken – doch für die Rentenkasse gilt der Betroffene trotz multipler chronischer Leiden als arbeitsfähig. Nun muss das Gericht entscheiden, ob die Nutzung eines Pkw die rechtliche Wegefähigkeit herstellt und damit den Anspruch auf Weitergewährung der Erwerbsminderungsrente gefährdet.
Arbeitsunfall nach einem Beinahe-Unfall: Hürden bei psychischen Schäden
Ein Lkw auf den Schienen, der Expresszug rast heran. Der Fahrdienstleiter sieht die Katastrophe kommen, doch am Ende passiert – absolut nichts. Wenn die Psyche Monate später bricht, ist fraglich, ob ein Beinahe-Unfall trotz privater Belastungen rechtlich als Arbeitsunfall zählt.
Grad der Behinderung von 50: Wann mehrere Erkrankungen nicht ausreichen
Endlich ohne künstlichen Darmausgang leben, doch der Körper streikt. Ein Betroffener fordert den Grad der Behinderung von 50, da Restless-Legs und Darmfolgen seinen Alltag bestimmen. Ob die bloße Addition einzelner Diagnosen rechtlich für den Schwerbehindertenstatus ausreicht, muss nun das Landessozialgericht entscheiden.
Arbeitsassistenz während der Elternzeit: Kostenübernahme trotz Teilzeit
Acht Stunden Projektleitung pro Woche, doch die Arbeitsassistenz fehlt. Weil die Mutter während der Elternzeit eine starre 15-Stunden-Grenze unterschreitet, verweigert das Amt die finanzielle Unterstützung. Fraglich bleibt, ob bei Schwerbehinderung die aktuelle Teilzeit oder doch der ursprüngliche Vollzeitvertrag über den Anspruch auf staatliche Hilfe entscheidet.
Kodierung der Hauptdiagnose bei einer pAVK: Klinik erhält volle Vergütung
Das Bein ist amputiert, die Lebensgefahr endlich gebannt – doch die Krankenkasse kürzt die Rechnung massiv, weil sie die medizinische Ursache anders bewertet als die Ärzte. Das Landessozialgericht muss nun klären, ob die lokale Gangrän oder die systemische Sepsis den kostspieligen Aufwand im Operationssaal juristisch rechtfertigt.
Anspruch auf einen Pflegegrad: Warum Hilfe im Haushalt allein nicht ausreicht
Keine Kraft für den Staubsauger, die Wäsche bleibt liegen. Wenn der Haushalt im Alter allein nicht mehr gelingt, scheint staatliche Unterstützung der logische Schritt. Das Landessozialgericht prüft nun die brisante Grenze, ab wann schwindende Kräfte am Herd bereits für einen offiziellen Pflegegrad ausreichen.
