Hier finden Sie regelmäßig interessante Beiträge und Informationen rund um das Versicherungsrecht und im speziellen zur Krankentagegeldversicherung.
Merkzeichen G und B Voraussetzungen: Warum Unsicherheit beim Gehen nicht reicht
Trotz eines GdB von 60 und schwerer Krebserkrankung wurden der Klägerin die Merkzeichen G und B Voraussetzungen verwehrt. Das Landessozialgericht musste klären, ob episodische, subjektiv stark empfundene Ängste für eine erhebliche Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit ausreichen.
Verletztenrente nach Arbeitsunfall: MdE 10 Prozent beim Ellenbogen-Schaden
Nach einem Arbeitsunfall forderte der Kläger 20 Prozent Verletztenrente wegen Minderung der Erwerbsfähigkeit, gestützt auf einen modernen Broberg-Morrey-Score für seinen Ellenbogenschaden. Das Gericht musste entscheiden, ob eine Rente nach subjektiven Befunden oder nach streng objektiven Referenztabellen zu bemessen ist.
Rente wegen voller Erwerbsminderung: Restleistungsvermögen unter drei Stunden täglich
Trotz chronischer Schmerzstörung und Pflegegrad II wurde einem Instandhaltungsmechaniker die Rente wegen voller Erwerbsminderung mehrfach verwehrt. Erst als das Sozialgericht die selektive Gutachten-Bewertung der Behörde rügte, änderte sich die rechtliche Lage des Klägers.
Arbeitsunfall für ehrenamtliche Betreuer: Gilt der Unfallschutz trotz Familie?
Ein ehrenamtlicher Betreuer wurde von seinem betreuten Angehörigen tätlich angegriffen, als er wegen Schimmelbefalls dessen Gesundheit schützen wollte. Entscheidend war, ob die Gefahrenabwehr in der gemeinsamen Wohnung noch unter die versicherte Betreuertätigkeit und somit als Arbeitsunfall fällt.
MdE-Berechnung nach Arbeitsunfall: Tabellen vor medizinischen Scores
Nach einer schweren Ellenbogen-Verletzung stritt ein Kläger um die MdE-Berechnung nach Arbeitsunfall und forderte eine dauerhafte Rente von 20 Prozent. Obwohl ein moderner medizinischer Score die Schwere der Einschränkung bestätigte, weigerten sich die Richter, diesen als alleinige rechtliche Grundlage anzuerkennen.
Restleistungsvermögen von sechs Stunden täglich: EM-Rente bei Schmerzen abgelehnt
Obwohl ein ehemaliger Kraftfahrer angab, wegen chronischer Schmerzen arbeitsunfähig zu sein, sah das Gutachten ein Restleistungsvermögen von sechs Stunden täglich. Ein 6-Minuten-Gehtest sollte die Wegeunfähigkeit beweisen, führte aber zu einer unerwarteten Konsequenz vor dem Sozialgericht.
Verweisungstätigkeit bei Meisterqualifikation: Rente wegen Berufsunfähigkeit abgelehnt
Ein Anlagenmechaniker mit Meistertitel beantragte Rente wegen Berufsunfähigkeit, da er aufgrund von Bandscheibenschäden nicht mehr arbeiten konnte. Die Rentenversicherung lehnte ab: Für seine Verweisungstätigkeit zählte nur die zuletzt ausgeübte Beschäftigung, nicht die höhere Meisterqualifikation.
Bandscheibenbedingte Berufskrankheit der Lendenwirbelsäule: HWS-Befunde sprechen dagegen
Eine Erzieherin kämpfte für die Anerkennung ihrer bandscheibenbedingten Berufskrankheit der Lendenwirbelsäule, verursacht durch jahrelange Hebe- und Tragebelastungen. Die entscheidende Frage nach dem ursächlichen Zusammenhang wurde jedoch anhand eines früheren Befunds an der Halswirbelsäule beantwortet.
Supraspinatussehnen-Teilriss nach einem Arbeitsunfall: Warum die Anerkennung scheiterte
Ein Handwerker erlitt einen Supraspinatussehnen-Teilriss nach einem Arbeitsunfall und forderte von der gesetzlichen Versicherung Leistung. Trotz klarer Schilderung des Geschehens musste der Betroffene beweisen, dass der Unfall die wesentliche Ursache für den bereits vorgeschädigten Riss war.
GdB 50: Feststellung rückwirkend – Beweislast beim Zugang von Bescheiden im Sozialrecht
Ein Bürger kämpfte jahrelang um die GdB 50: Feststellung rückwirkend seit 2012, da er nie einen Ablehnungsbescheid erhalten hatte. Das Gericht stellte den fehlenden Zugang des Bescheids fest, doch die ersehnte rückwirkende Anerkennung begann erst sechs Jahre später.
